Angebote zu "Deutschland" (10 Treffer)

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Zur ökonomischen Analyse betrieblicher Lehrstel...
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Der Mangel an Lehrstellen sowie die Tatsache, dass sich die Mehrzahl der Betriebe in Deutschland nicht an der Ausbildung beteiligt, wird in den Medien bzw. von Politikern und Gewerkschaften einhellig beklagt. Nicht selten werden daraus Forderungen nach einer finanziellen Beteiligung aller Betriebe an den Kosten der Ausbildung abgeleitet. Den Hintergründen wird jedoch meist zu geringe Beachtung geschenkt. Aus diesem Grund werden in dieser Arbeit die Bestimmungsfaktoren des betrieblichen Ausbildungskalküls theoretisch wie empirisch untersucht. Aus den gewonnenen Erkenntnissen ergeben sich Anhaltspunkte dafür, wie die betrieblichen Kosten und Erträge einer Ausbildung beeinflusst werden können und wie gegenwärtige Vorschläge zur Verbesserung der Lehrstellensituation zu beurteilen sind.

Anbieter: Dodax
Stand: 05.07.2020
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Die Ausbildungsverlierer?
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Obwohl sich die Anzahl der nicht besetzten Lehrstellen in Deutschland auf einem historischen Höchststand befindet, scheitern gleichzeitig viele Jugendliche am Übergang von der Schule ins Erwerbsleben. Ist die Ausbildungs- und Arbeitssuche dauerhaft erfolglos, kann man von Entkopplung sprechen. Warum gelingt in diesen Fällen der Übergang in das Erwerbsleben nicht? Wie lassen sich die Entwicklungen von "entkoppelten Jugendlichen" aus einer Milieu-, Biografie- und Sozialisationsperspektive erklären? Diesen Fragen gehen die Autoren auf der Basis einer qualitativen Längsschnittuntersuchung nach, in der sie ein festes Sample von Heranwachsenden über zwei Jahre mehrfach interviewten.

Anbieter: Dodax
Stand: 05.07.2020
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„Experimentier´ nach 4"
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Das Ziel der vorliegenden Forschungsarbeit war es, ein außerschulisches Experimentierprojekt für Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Schichten zu entwickeln. An Betreuungseinrichtungen der offenen Kinder- und Jugendhilfe in sozialen Brennpunkten sollten Lernende auf freiwilliger Basis an alltagsnahe und berufsorientierte Phänomene der unbelebten Natur herangeführt werden. Mit Hilfe der experimentellen Auseinandersetzung sollte in positiver Lernatmosphäre Interesse an naturwissenschaftlichen Inhalten sowie Freude am Experimentieren geweckt oder gesteigert werden.Als Ausgangslage dienten die ungleichen Bildungschancen, die in Deutschland so stark wie in keinem anderen Industriestaat der Welt ausgeprägt sind. Die soziale Herkunft bestimmt über den Bildungsweg, Schulleistungen und Lebenschancen. Gerade Menschen mit Migrationshintergrund haben es hierzulande durch frühe Selektion schwer, qualifizierende Schulabschlüsse zu erreichen. Auch auf dem Lehrstellen- und Arbeitsmarkt setzt sich die Benachteiligung fort.Unter diesen Vorzeichen ist es geradezu fatal, dass für eine Vielzahl an Stellen – insbesondere im naturwissenschaftlich-technischen Bereich – die dringend benötigten Fachkräfte fehlen. Die im Bildungswesen bisher vernachlässigten Zielgruppen weisen ohne Zweifel das Potential auf, diesen Fachkräftemangel zu kompensieren. Die frühestmögliche und gezielte Förderung von MINT-Qualifikationen bietet demnach nicht nur für den einzelnen Lernenden, sondern auch für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands Chancen. Über das Schulwesen gelingt es trotz vielerlei Bestrebungen bislang noch nicht, für gerechte Bildungschancen zu sorgen. Daher wurde für diesen Forschungsansatz als Arbeitsfeld bewusst der außerschulische Bereich gewählt. Die OKJA wird entgegen gesetzlicher Verankerungen eines Bildungsauftrags, der auch „naturkundliche und technische Bildung“ umfasst, nur ansatzweise für die Vermittlung von naturwissenschaftlicher Bildung genutzt. Jedoch verbergen sich gerade dort Möglichkeiten, über niederschwellige Angebote Menschen aus sozial benachteiligten Schichten zu erreichen und diese fernab von schulischem Leistungsdruck an MINT-Themen heranzuführen, mit denen sie in dieser Form ansonsten nur wenig in Kontakt kommen.In mehreren Arbeitsschritten wurde die zwölfwöchige Experimentierreihe mit dem Namen „Experimentier’ nach 4“ entwickelt und optimiert, die in verschiedenen Einrichtungen der OKJA durchgeführt wurde. Im Vordergrund der bewusst offen gehaltenen empirischen Untersuchung standen drei Hypothesen, mit Hilfe derer untersucht werden sollte, (1) mit welcher Verbindlichkeit die Kinder und Jugendlichen das freiwillige Experimentierangebot über einen längeren Zeitraum wahrnehmen, (2) ob der affektive und kognitive Zugang zu Themen der unbelebten Natur durch außerschulische Experimentierprojekte im Rahmen der OKJA erleichtert werden kann, und (3) ob hierüber bei den Lernenden eine erste Annäherung an die Alltags- und Berufsrelevanz naturwissenschaftlicher Phänomene erreicht werden kann. Im Hinblick auf die Leitfragen konnten im Rahmen der Untersuchung einige Antworten gefunden werden.Drei Viertel der beteiligten Kinder und Jugendlichen nahmen das Experimentierangebot an mindestens der Hälfte der angebotenen Termine freiwillig wahr. Über die Anwesenheit hinaus konnte anhand weiterer Untersuchungsergebnisse festgestellt werden, dass die Lernenden das Angebot mit einer ausdauernden Verbindlichkeit annahmen. Sie beteiligten sich aktiv und berichteten auch außerhalb der Einrichtungen von den durchgeführten Experimenten. Ebenso konnte aufgezeigt werden, dass grundlegende Prinzipien verinnerlicht wurden und Phänomene zum Teil auf andere Experimente übertragen werden konnten. Darüber hinaus veränderte sich die Einstellung gegenüber chemischen und physikalischen Inhalten und der Alltags- und Berufsrelevanz von naturwissenschaftlichen Themen.In Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer OWL konnte das freiwillige Engagement der Kinder und Jugendlichen in Form eines Zertifikats honoriert werden. Dieses kann zukünftigen Bewerbungen beigefügt werden und möglicherweise neben aufgebauten naturwissenschaftlichen Grundkenntnissen sowie dem Ausbau von soft skills einen Beitrag zur Verbesserung der Bildungs- und Bewerbungschancen sozial Benachteiligter leisten. Auf Basis der Ergebnisse wurden Rahmenbedingungen formuliert, die Hinweise geben, unter welchen Umständen offene Kinder- und Jugendeinrichtungen für derartige Experimentierprojekte sinnvoll genutzt werden können. Die vorliegende Untersuchung stellt nur einen ersten Schritt in eine möglicherweise Erfolg versprechende Richtung dar. Auf dem Weg zu einer dauerhaften Etablierung im offenen Bereich der Kinder- und Jugendhilfe müssen noch einige Weichen gestellt werden.In weiteren kleineren Interventionsstudien im Bereich der Familienbildungszentren wurde der Blick daher über die Jugendlichen hinaus auch auf andere Personengruppen gelenkt. So wurden zum einen auch Mitarbeiter der OKJA in Fortbildungen an Themen der unbelebten Natur herangeführt. Im Rahmen der „Eltern-Uni“ wurden zum anderen Eltern und Großeltern mit Migrationshintergrund eingeladen, sich experimentell mit alltagsnahen chemischen und physikalischen Phänomenen auseinanderzusetzen.Beide Wege sollten aufzeigen, dass das Experimentieren eine spannende und sinnvolle Freizeitbeschäftigung für Kinder und Jugendliche sein kann, die sich gut in den Familienalltag oder den Freizeitbereich integrieren lässt. Der weitere Ausbau dieser Ansätze könnte aufbauenden Forschungsarbeiten eine viel versprechende Grundlage bieten. Zu den zentralen Fragen zählen: Wie können Mitarbeiter der OKJA motiviert werden, selbstständig Experimentierangebote zu entwickeln und umzusetzen? Wie könnte es gelingen, bei Familienangehörigen die Freude am gemeinsamen Experimentieren mit ihren Kindern zu wecken und somit das Image der Chemie und der Physik zu verbessern?Es bieten sich aber auch noch weitere Ansatzpunkte für anknüpfende Forschungsprojekte. So könnte sich eine intensivere Betonung der Berufsperspektive lohnen. Ein Weg könnte die Kooperation mit klassischen berufsvorbereitenden Maßnahmen sein. Hier würde es sich allerdings anbieten, den Schwerpunkt auf etwas ältere Jugendliche zu legen. Die vorliegende Untersuchung hat gezeigt, dass zehn- bis 14-Jährige nur diffuse Vorstellungen von ihrer beruflichen Zukunft und den damit verbundenen notwendigen Kompetenzen besitzen und dass die Berufswahl in diesem Alter kaum Thema ist.Ein zusätzlicher Ansatz könnte die Untersuchung des Gender-Aspektes sein. Können speziell heranwachsende Mädchen durch außerschulische Experimentierprojekte in geschlechtshomogenen Gruppen im MINT-Bereich gestärkt werden?Es liegt der Verdacht nahe, dass die außerschulische Auseinandersetzung mit Themen der unbelebten Natur auch einen Einfluss auf den schulischen Bereich hat. So haben einige Teilnehmer im Anschluss an die Experimentierreihe angegeben, nun mehr Freude an naturwissenschaftlichen Schulfächern zu haben. Es könnte interessant sein, zu untersuchen, ob sich die Begeisterung der Kinder für naturwissenschaftliche Inhalte im außerschulischen Bereich auch mit den schulischen Leistungen deckt. Denkbar wäre hier zum Beispiel eine Untersuchung mit zwei Vergleichsgruppen sowie Befragungen unterrichtender Fachlehrer.Dieses weite Untersuchungsspektrum verdeutlicht, dass das mit dieser Untersuchung betretene Forschungsfeld bei Weitem nicht ausgeschöpft ist. Auf dem Weg in eine Zukunft mit mehr Bildungsgerechtigkeit und kompetentem Nachwuchs muss es Deutschland gelingen, formelle Bildungsinstitutionen enger mit außerschulischen Einrichtungen zu verzahnen. Auf der anderen Seite ist es notwendig, dass die Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendhilfe ihr Potential nutzen und ihrem Bildungsauftrag auch im Hinblick auf die Vermittlung von MINT-Qualifikationen stärker nachkommen. Die vorliegende Untersuchung konnte Wege dazu aufzeigen und vielleicht eine erste Brücke bauen.

Anbieter: Dodax
Stand: 05.07.2020
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Ausbildung im Betrieb - Geringer Nutzen, hohe K...
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Skript aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Soziologie - Soziales System, Sozialstruktur, Klasse, Schichtung, Note: 1,0, Universität Duisburg-Essen (Institut für Praxisorientierte Sozialwissenschaft), Veranstaltung: Seminar: 'Politik und Probleme der beruflichen Ausbildung junger Erwachsener', 3 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: 1. Erläutern Sie, aus welchen Grössen sich betriebliche Ausbildungskosten zusammensetzen und welche Unterscheidungen bei der Untersuchung von Bedeutung sind. Die Diskussion um fehlende Lehrstellen in Deutschland ist aktueller denn je, gleichzeitig ist diese aber auch schon seit Jahrzehnten bekannt, da Lehrstellenmangel hierzulande schon seit Ende der 70er Jahren existiert. Dabei handelt es sich um ein akutes Problem in unserer Gesellschaft, da eine fehlende Lehrstelle die Existenz eines jungen Menschs gefährden kann. Schulabgänger können ihren Lebensunterhalt nicht sichern, gleichzeitig sinken ihre Bildungschancen. Und obwohl die Ausmasse weitreichend sind, ist es für Jugendliche immer schwieriger, eine Lehrstelle zu finden. Die Verfügbarkeit von genügend Lehrstellen, liegt in den Händen von privaten Unternehmen und öffentlichen Arbeitgebern. Sie müssen eine Ausbildungsbereitschaft signalisieren, die Jugendlichen eine betriebliche Ausbildung im dualen System ermöglicht. Die Regierung allein hat kaum Möglichkeiten, den Lehrstellenmarkt anzukurbeln, da Betriebe ihre Ausbildungsstellen freiwillig anmelden und zur Verfügung stellen. Sie können dazu nicht vom Staat gezwungen werden. Das einzige, was der Staat kontrolliert, sind die Voraussetzungen, unter denen eine betriebliche Ausbildung stattfindet. Diese sind im Berufsbildungsgesetz, in der Handwerksverordnung und in der Ausbilder-Eignungsordnung festgehalten. Laut einer Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg aus dem Jahre 1997, erreichen nur 53 Prozent aller Unternehmen in Deutschland diese Voraussetzungen. Der Berufsbildungsbericht aus dem Jahr 1999 erweitert dieses Ergebnis dadurch, dass nur ein Drittel aller deutschen Unternehmen an der Ausbildung im dualen System mitwirkt. Dabei fällt auf, dass je grösser der Betrieb ist, desto grösser auch die Wahrscheinlichkeit, dass das Unternehmen ausbildet. ...

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 05.07.2020
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Ausgewählte Vorschläge der Sozialpartner zur Fl...
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Inhaltsangabe:Einleitung: Die Situation auf dem deutschen Arbeits- und Ausbildungsmarkt stellt sich als überaus kontrovers dar. So stehen einer Zahl von rund 240.000 Altbewerbern aus dem Übergangssystem zwischen Schule und Erwerbstätigkeit, ein durch den demografischen Wandel bedingter zukünftiger Facharbeitermangel gegenüber. Bis zum Jahr 2030 soll die Bevölkerungszahl in Deutschland von derzeit 82 Millionen, auf 77 bis 79 Millionen Einwohner sinken. Bereits heute konstatieren einige Unternehmen, insbesondere in den neuen Ländern, Lehrstellen nicht mehr besetzen zu können. Trotzdem werden in den Statistiken des Bundesinstituts für Berufsbildung jedes Jahr wieder hohe Zahlen unversorgter Altbewerber ausgewiesen. Allein im Jahr 2008 mündeten 124.183 Jugendliche in berufsvorbereitenden Massnahmen ein. Derzeit verfügen rund 15 Prozent der jungen Erwachsenen zwischen 20 und 29 Jahren über keinen Berufsabschluss, obwohl dieser in Deutschland häufig als formale Zugangsberechtigung in das Beschäftigungssystem gilt. Ein Grund für diese Disparität ist, dass viele Jugendliche als nicht ausbildungsreif gelten. Jedes Jahr verlassen in der Bundesrepublik Deutschland rund acht Prozent der Jugendlichen eines Jahrgangs die allgemeinbildenden Schulen ohne formalen Schulabschluss. Diese Jugendlichen haben nahezu keine Chance in das Beschäftigungssystem integriert zu werden und landen unweigerlich im Übergangssystem, um anschliessend eine Massnahmenkarriere zu konstituieren. So lag 2008 der Anteil der Jugendlichen ohne Schulabschluss gemessen an allen neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen bei gerade einmal 3,5 Prozent. Aber nicht nur Jugendliche ohne Schulabschluss haben bei dem Übergang von Schule und Beruf Schwierigkeiten. Je nachdem, welcher Autor betrachtet wird, werden verschiedene Gruppen von Jugendlichen benannt, die als benachteiligte gelten. In dieser Arbeit werden daher unter dem Terminus der benachteiligen Jugendlichen oder auch synonym der schwachen Jugendlichen, jene subsumiert und verstanden werden, die in dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung veröffentlichten Bericht ¿Berufliche Qualifizierung Jugendlicher mit besonderem Förderungsbedarf¿ benannt wurden. Die Integration benachteiligter Jugendlicher in das Beschäftigungssystem ist in der aktuellen Bildungspolitik eines der am meisten diskutierten Themen. So wurden in den vergangenen Jahrzehnten mannigfaltige Konzepte und Ideen zur Integration Benachteiligter vorgestellt und initiiert. So [...]

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 05.07.2020
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Unbesetzte Lehrstellen: Mangelnde Schulleistung...
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Skript aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Soziologie - Soziales System, Sozialstruktur, Klasse, Schichtung, Note: 1,0, Universität Duisburg-Essen (Institut für Praxisorientierte Sozialwissenschaft), Veranstaltung: Seminar: 'Politik und Probleme der beruflichen Ausbildung junger Erwachsener', 2 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: 1. Beschreiben und erläutern Sie die unterschiedlichen Positionen der Vertreter des BDA und des DGB zur Bedeutung der 'Ausbildungsreife' für unbesetzte Lehrstellen und unvermittelte Bewerber/innen. Berücksichtigen Sie dabei insbesondere, welches Verständnis von 'Ausbildungsreife' jeweils zugrunde liegt. Der Lehrstellenmarkt in Deutschland ist schon lange nicht mehr ausgeglichen. Entweder mangelt es an Lehrstellen oder Betriebe können ihre Lehrstellen nicht besetzen - selbst in Zeiten des Lehrstellenmangels. Doch was sind die Gründe für diese Entwicklung? Worin sehen Vertreter des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitergeberverbände (BDA) Ursachen für diese Entwicklung? Eine oft diskutierte These ist, dass Betriebe eine betriebliche Ausbildung nicht anbieten, da es der Jugend an Reife mangelt: Schüler und Lehrer versagen, so die Meinung der Arbeitgeberverbände und des Bundesministers. Hans-Ulrich Nordhaus, DGB-Bundesvorstand der Abteilung Bildung, widerspricht diesem Ansatz. Er weist darauf hin, dass solche Schuldzuweisungen immer zu einem Zeitpunkt aufkommen, an dem auf dem Ausbildungsmarkt ein Lehrstellenmangel auftritt. Doch ist Jugendarbeitslosigkeit und die unausgeglichene Lage auf dem Lehrstellenmarkt seiner Auffassung nach keine Frage mangelnder Ausbildungsreife, sondern ein strukturell bedingtes Problem. Es ist widersprüchlich, dass Anforderungen an Bewerber angehoben werden, gleichzeitig erhalten weniger Qualifizierte aber kaum Chancen. Stattdessen wird der Begriff der 'mangelnden Ausbildungsreife' aufgerollt. Um den entgegenzuwirken, muss das Bildungssystem flexibler werden: Anstatt strikt nach Lehrplänen oder Curricula zu unterrichten, müssen an die heranwachsende Generation Kompetenzen vermittelt werden. Es ist notwendig, dass die berufliche und die schulische Ausbildung gleichwertig anerkannt werden...

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Inhaltsangabe:Einleitung: Die Situation auf dem deutschen Arbeits- und Ausbildungsmarkt stellt sich als überaus kontrovers dar. So stehen einer Zahl von rund 240.000 Altbewerbern aus dem Übergangssystem zwischen Schule und Erwerbstätigkeit, ein durch den demografischen Wandel bedingter zukünftiger Facharbeitermangel gegenüber. Bis zum Jahr 2030 soll die Bevölkerungszahl in Deutschland von derzeit 82 Millionen, auf 77 bis 79 Millionen Einwohner sinken. Bereits heute konstatieren einige Unternehmen, insbesondere in den neuen Ländern, Lehrstellen nicht mehr besetzen zu können. Trotzdem werden in den Statistiken des Bundesinstituts für Berufsbildung jedes Jahr wieder hohe Zahlen unversorgter Altbewerber ausgewiesen. Allein im Jahr 2008 mündeten 124.183 Jugendliche in berufsvorbereitenden Maßnahmen ein. Derzeit verfügen rund 15 Prozent der jungen Erwachsenen zwischen 20 und 29 Jahren über keinen Berufsabschluss, obwohl dieser in Deutschland häufig als formale Zugangsberechtigung in das Beschäftigungssystem gilt. Ein Grund für diese Disparität ist, dass viele Jugendliche als nicht ausbildungsreif gelten. Jedes Jahr verlassen in der Bundesrepublik Deutschland rund acht Prozent der Jugendlichen eines Jahrgangs die allgemeinbildenden Schulen ohne formalen Schulabschluss. Diese Jugendlichen haben nahezu keine Chance in das Beschäftigungssystem integriert zu werden und landen unweigerlich im Übergangssystem, um anschließend eine Maßnahmenkarriere zu konstituieren. So lag 2008 der Anteil der Jugendlichen ohne Schulabschluss gemessen an allen neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen bei gerade einmal 3,5 Prozent. Aber nicht nur Jugendliche ohne Schulabschluss haben bei dem Übergang von Schule und Beruf Schwierigkeiten. Je nachdem, welcher Autor betrachtet wird, werden verschiedene Gruppen von Jugendlichen benannt, die als benachteiligte gelten. In dieser Arbeit werden daher unter dem Terminus der benachteiligen Jugendlichen oder auch synonym der schwachen Jugendlichen, jene subsumiert und verstanden werden, die in dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung veröffentlichten Bericht ¿Berufliche Qualifizierung Jugendlicher mit besonderem Förderungsbedarf¿ benannt wurden. Die Integration benachteiligter Jugendlicher in das Beschäftigungssystem ist in der aktuellen Bildungspolitik eines der am meisten diskutierten Themen. So wurden in den vergangenen Jahrzehnten mannigfaltige Konzepte und Ideen zur Integration Benachteiligter vorgestellt und initiiert. So [...]

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Stand: 05.07.2020
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Unbesetzte Lehrstellen: Mangelnde Schulleistung...
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Skript aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Soziologie - Soziales System, Sozialstruktur, Klasse, Schichtung, Note: 1,0, Universität Duisburg-Essen (Institut für Praxisorientierte Sozialwissenschaft), Veranstaltung: Seminar: 'Politik und Probleme der beruflichen Ausbildung junger Erwachsener', 2 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: 1. Beschreiben und erläutern Sie die unterschiedlichen Positionen der Vertreter des BDA und des DGB zur Bedeutung der 'Ausbildungsreife' für unbesetzte Lehrstellen und unvermittelte Bewerber/innen. Berücksichtigen Sie dabei insbesondere, welches Verständnis von 'Ausbildungsreife' jeweils zugrunde liegt. Der Lehrstellenmarkt in Deutschland ist schon lange nicht mehr ausgeglichen. Entweder mangelt es an Lehrstellen oder Betriebe können ihre Lehrstellen nicht besetzen - selbst in Zeiten des Lehrstellenmangels. Doch was sind die Gründe für diese Entwicklung? Worin sehen Vertreter des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitergeberverbände (BDA) Ursachen für diese Entwicklung? Eine oft diskutierte These ist, dass Betriebe eine betriebliche Ausbildung nicht anbieten, da es der Jugend an Reife mangelt: Schüler und Lehrer versagen, so die Meinung der Arbeitgeberverbände und des Bundesministers. Hans-Ulrich Nordhaus, DGB-Bundesvorstand der Abteilung Bildung, widerspricht diesem Ansatz. Er weist darauf hin, dass solche Schuldzuweisungen immer zu einem Zeitpunkt aufkommen, an dem auf dem Ausbildungsmarkt ein Lehrstellenmangel auftritt. Doch ist Jugendarbeitslosigkeit und die unausgeglichene Lage auf dem Lehrstellenmarkt seiner Auffassung nach keine Frage mangelnder Ausbildungsreife, sondern ein strukturell bedingtes Problem. Es ist widersprüchlich, dass Anforderungen an Bewerber angehoben werden, gleichzeitig erhalten weniger Qualifizierte aber kaum Chancen. Stattdessen wird der Begriff der 'mangelnden Ausbildungsreife' aufgerollt. Um den entgegenzuwirken, muss das Bildungssystem flexibler werden: Anstatt strikt nach Lehrplänen oder Curricula zu unterrichten, müssen an die heranwachsende Generation Kompetenzen vermittelt werden. Es ist notwendig, dass die berufliche und die schulische Ausbildung gleichwertig anerkannt werden...

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Ausbildung im Betrieb - Geringer Nutzen, hohe K...
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Skript aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Soziologie - Soziales System, Sozialstruktur, Klasse, Schichtung, Note: 1,0, Universität Duisburg-Essen (Institut für Praxisorientierte Sozialwissenschaft), Veranstaltung: Seminar: 'Politik und Probleme der beruflichen Ausbildung junger Erwachsener', 3 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: 1. Erläutern Sie, aus welchen Größen sich betriebliche Ausbildungskosten zusammensetzen und welche Unterscheidungen bei der Untersuchung von Bedeutung sind. Die Diskussion um fehlende Lehrstellen in Deutschland ist aktueller denn je, gleichzeitig ist diese aber auch schon seit Jahrzehnten bekannt, da Lehrstellenmangel hierzulande schon seit Ende der 70er Jahren existiert. Dabei handelt es sich um ein akutes Problem in unserer Gesellschaft, da eine fehlende Lehrstelle die Existenz eines jungen Menschs gefährden kann. Schulabgänger können ihren Lebensunterhalt nicht sichern, gleichzeitig sinken ihre Bildungschancen. Und obwohl die Ausmaße weitreichend sind, ist es für Jugendliche immer schwieriger, eine Lehrstelle zu finden. Die Verfügbarkeit von genügend Lehrstellen, liegt in den Händen von privaten Unternehmen und öffentlichen Arbeitgebern. Sie müssen eine Ausbildungsbereitschaft signalisieren, die Jugendlichen eine betriebliche Ausbildung im dualen System ermöglicht. Die Regierung allein hat kaum Möglichkeiten, den Lehrstellenmarkt anzukurbeln, da Betriebe ihre Ausbildungsstellen freiwillig anmelden und zur Verfügung stellen. Sie können dazu nicht vom Staat gezwungen werden. Das einzige, was der Staat kontrolliert, sind die Voraussetzungen, unter denen eine betriebliche Ausbildung stattfindet. Diese sind im Berufsbildungsgesetz, in der Handwerksverordnung und in der Ausbilder-Eignungsordnung festgehalten. Laut einer Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg aus dem Jahre 1997, erreichen nur 53 Prozent aller Unternehmen in Deutschland diese Voraussetzungen. Der Berufsbildungsbericht aus dem Jahr 1999 erweitert dieses Ergebnis dadurch, dass nur ein Drittel aller deutschen Unternehmen an der Ausbildung im dualen System mitwirkt. Dabei fällt auf, dass je größer der Betrieb ist, desto größer auch die Wahrscheinlichkeit, dass das Unternehmen ausbildet. ...

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